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ICQ unter “Messages” (OS X)

16. Februar 2012 at 23:20

Vielleicht kennt der ein oder andere ja noch den Instant Messenger ICQ. Lang, lang ist es her, dass ich da noch gechattet habe, doch dann kam der Facebook-Chat und alles wurde “so einfach”.

Dennoch. Unter Mac OS X gibt es den iChat-Client. Er bietet zwar von Haus aus kein ICQ-Protokoll an, aber wenn man die Zugangsdaten als AIM-Kontakt anlegt, funktioniert auch dies. Funktionierte.

Mit dem heutigen Bekanntwerden der neuen Betriebssystemversion Mountain-Lion (Berglöwe) aus dem Hause Apple funktionierte das bei mir nicht mehr. Dazu muss ich aber noch andeuten, dass es schon das neue Messaging-Programm “Messages”, und auf Deutsch “Nachrichten”, schon als freie Beta-Version zum Ausprobieren für Mac OS X Lion gib.

Da ich mich nicht mehr im ICQ Netz anmelden konnte schaute ich mir einmal die Einstellungen genauer an. Noch aus alten Zeiten war mir bekannt, dass der Server für die ICQ Einwahl login.icq.com heißt und über den Port 5190 läuft.

Die Einstellungen könnt ihr, wenn das Programm “Nachrichten”installiert und gestartet ist, in der Systemleiste unter “Nachrichten -> Einstellungen” oder mit dem Hotkey “CMD + , (Komma)” öffnen.

 

Unter dem dritten Reiter “Servereinstellungen” habt ihr nun die Möglichkeit diesen auch zu ändern. Eintragen, Einsellungen schließen und das Konto verbinden. Natürlich müssen die Zugangsdaten auch stimmen!

Die Beta-Version bekommt ihr übrigens hier: http://www.apple.com/macosx/mountain-lion/messages-beta/

 

Facebook ist und bleibt kostenlos! Ja wirklich?

12. Dezember 2011 at 12:18

Stellt euch doch einmal folgendes Szenario vor: Die Post ruft bei euch zu Hause an und bittet euch euer komplettes Adressbuch ihr zuzuschicken, da sie ein paar neue Flyer hat und die gerne euren Freunden schicken möchte. Wer wird da nicht stutzig? Würdet ihr der Post euer komplettes Adressbuch geben? Und wenn ja, würde eure Freunde darüber glücklich sein?

So und nicht anders ist es leider auch bei Facebook. Was ganz toll als “Freunde-Finder” angepriesen wird ist im Endeffekt nichts anderes als oben beschriebene Situation. Nur, dass das für den Anwender nicht so rüber kommt. Facebook schreibt zwar, dass es die Daten ausschließlich nur für diesen einen Zweck erhebt und sie dann gleich wieder löscht, dem ist nach Gerüchten zu urteilen aber nicht so. Ist euch nicht auch schon aufgefallen, auch wenn es schon lange her ist, dass, als ihr euch bei Facebook angemeldet habt, ihr gleich Freunde vorgeschlagen bekommen habt, die ihr wirklich kanntet? Na?

Max Schrems von der Initiative Europe vs. Facebook hat sich die Vertragsbedingungen von Facebook in seinem Jura-Studium zur Grundlage mehrerer Anzeigen gesetzt. In der Presse drehte diese Aktion vor einiger Zeit seine Runden. Max hat sich bei Facebook seine ganzen über ihn gespeicherten Daten zuschicken lassen. Dennoch, auch wenn er immer fleißig Beiträge von seiner Pinnwand gelöscht hat, ausgedruckt hatte er am Schluss über 1200 Seiten Papier in seinen Händen. Eine beachtliche Summe für jemanden, der nur ab und an mal etwas postet.

Er bemängelt zu dem auch, dass das, was Facebook dem Benutzer als gelöscht anzeigt immer noch gespeichert ist, nur, dass nun die Variable “Deleted = true” gesetzt ist. Daher auch mehrere hundert Seiten Kommunikationsprotokoll von seinen ganzen Nachrichten. Doch beim Durcharbeiten der ganzen Daten über ihn fällt ihm auf, dass das nicht alle Informationen sind, die Facebook über ihn speichert, da er z.B. auch seine ganzen “Gefällt-mir-drücker” nicht in dem Dokument sieht. Um einen besseren Überblick zu bekommen teilen Max und seine Kommilitonen die erhobenen Daten in 57 verschiedene Gruppierungen auf und beurteilen sie nach ihrer Vertraulichkeit. Nachzusehen gibt es das hier.

Am 8.12. wurde Max Schrems aus Wien für den Chaos Computer Club Stuttgart eingeflogen und hielt einen Vortrag über “Datenschutz in sozialen Netzwerken” in der Stadtbibliothek am Mailänder Platz in Stuttgart. Ich schätze mal an die 50 Zuhörer zwischen 20 und 60 Jahren waren gekommen! Eine beachtliche Zahl für den kleinen Raum. Die Bibliothek hat auch eine Audioaufzeichnung des zweieinhalb Stunden dauernden Vortrages erstellt, der  hier angehört werden kann, wenn er dann einmal online ist.

Interessant fand ich außerdem, möchte man strikt nach dem Gesetz gehen muss ich jedes mal, möchte ich mit jemandem Chatten, ihn zu einer Veranstaltung einladen oder auf einem Foto markieren, ihn davor fragen, da Facebook ja die Daten speichert und somit ein Profil über einen anlegen kann (dazu gleich mehr). Natürlich macht das keiner, da die Telefone sonst wohl nicht mehr ruhig stehen würden und jeder nur noch genervt wäre.

Erschreckend war der Teil, als Max uns erzählte, dass es gar nicht nötig ist sein Profil mit Informationen zu befüllen, außer, dass es eben die Freunde dann sehen. Nein. Facebook könnte anhand eurer Freundesliste schon ein Profil anlegen! Wie das geht? Nehmen wir mal mich als Beispiel. Ich habe mehrere Freunde, die bei der Jugendpresse aktiv sind. Dazu noch viele, die auch mit mir auf den Jugendmedientagen waren. Daher wüsste Facebook zumindest schon einmal, dass ich gerne etwas mit Medien mache und mich nebenher sicher noch in der Jugendpresse engagiere oder wenigstens mit ihr zu tun habe. Des Weiteren waren viele meiner Freunde auf der Realschule. Die meisten würde ich wohl nicht kennen, wäre ich auf eine andere Schule gegangen. Dann hätte ich dort mehr Freunde. Somit weiß Facebook also auch meinen Schulabschluss. Das nur mal als kleiner Denkanstoß.

Natürlich ist das nur ein sehr, sehr kleiner Auszug aus dem wirklich interessanten Vortrag. Mich hat er überrascht, da ich Facebook noch nie so direkt von der anderen Seite aus gezeigt bekommen habe. Selbst habe ich ja schon ein paar Mal über das Thema Datenschutz geschrieben, da ich gerne nach dem Motto lebe: “Wenn ich selber etwas online stelle, weiß ich wenigstens was über mich dazu im Internet steht!”
Zu denken gab mir aber der Teil mit den Daten die in Verbindung mit meinen Freunden stehen. Denn, auch wenn ich heute die Daten, die Freunde z.B. über die Facebook-App auf dem iPhone über mich hochgeladen haben, lösche, lädt sie morgen ein anderer hoch sind sie wieder da und müssten gelöscht werden!

Ich kann euch den Audiomitschnitt nur empfehlen. Die ersten andert halb Stunden ist der eigentliche Vortrag, dann kommt noch eine Fragestunde. Alle Beiträge die zu der Initiative und Max Schrems schon im Fernsehen kamen, könnt ihr im YouTube Channel anschauen.

Um die Frage in der Überschrift zu beantworten: Facebook war noch nie kostenlos und wird es auch nie sein. Wir bezahlen zwar kein Geld, die virtuelle Währung dafür sind nämlich unsere Daten!

Jugendmedientage 2011

31. Oktober 2011 at 22:29

Nicht mehr lange ist es hin, bis die diesjährigen Jugendmedientage ihre Pforten in der Hochschule der Medien in Stuttgart öffnen. Starten wird alles mit einer großen Auftaktveranstaltung in der Carl-Benz Arena. Mit dabei sind 500 junge Medienmacher und weiter 100 Teamer die dich die ganzen vier Tage mit allem was du benötigst, versorgen!

Du bist interessiert und hast das Wochenende frei, dann frag doch unter www.jugendmedientage.de an ob noch ein Platz für dich frei ist! Es erwarten dich spannende Erzählsymposien, interessante Workshops und Medieneinblicke rund um die Uhr. Aber auch eine JMT-Party ist geplant um noch einmal so richtig die letzten Tage zu feiern und mit den anderen Jugendlichen in Kontakt zu treten.

Für alle die leider keinen Platz mehr ergattert haben, wir halten euch natürlich auf dem Laufenden. Sei es bei Twitter, Facebook oder auch On-Air! Selbst dabei? Dann twittere doch mit dem Hash-Tag #JMT11

 

Unser Siggi

4. Oktober 2011 at 22:46

Aktuell in den Nachrichten liest man ja ab und an mal von einem Siegfried Kauder (hier, hier und hier). Besagte Person möchte einen neuen Umgang mit dem Internetzugang bei Urheberrechtsverstößen haben. Der Clou, so meint er, findet ein Rechteinhaber Leistungen von sich im Internet wieder für die nicht bezahlt wurden (z.B. illegale Musik in Tauschbörsen) wird der, der damit handelt abgemahnt und beim zweiten Verstoß ihm der Zugang ins Internet gesperrt – “ganz ohne Gerichtsverfahren”, so Kauder.

Doch pfiffige Internetuser haben ihn nun auf die Kehrseite gebracht. Nämlich waren auf seiner Homepage Bilder zu finden, für die er keine Lizenz besaß: Somit ein klarer Verstoß gegen das Urheberrecht. Zwischenzeitlich hat er aber die Rechte an den Bildern erworben, “damit der vorherige Besitzer nicht mehr so arg belästigt wird”.

So viel zur Einleitung. Vielleicht ist “Online Reputation” bei ein paar von euch ein Begriff. Es geht, um es kurz zu erklären darum, anhand einer Durchschnittszahl den Wert einer Webseite zu bestimmen. Nicht in dem Sinne, für wie viel Geld man sie kaufen könnte, sondern, ob sie gut oder schlecht ist. Ein Tool dazu, und das empfehle ich auch hiermit, ist die Erweiterung WOT für z.B. den Firefox. WOT fügt hinter viele Links, z.B. bei der Google Suche, bei Facebook, bei Twitter, etc. einen Kreis dazu und zeigt dem Anwender, wie sicher die Seite ist (hilfreich um nicht z.B. auf Clickjacking hereinzufallen).

Gerade wollte ich www.siegfriedkauder.de aufrufen, da erhalte ich folgenden Hinweis:

So sieht dann also die Meldung aus, wenn die Seite nicht den besten Ruf besitzt!

Facebook startet das neue Profil

23. September 2011 at 11:50

Noch gar nicht lange ist es her, als Facebook das “neue Profil” vorgestellt hat und seit heute kann man nun auch schon wieder ein neues aktivieren. Dieses Mal dreht sich alles um die Timeline, wie sie z.B. von Twitter bekannt ist.

Es kommt, bei einem Klick auf das Profil nicht mehr alles “langweilig” untereinander, sondern schön aufbereitet á la Flipboard (eine App für’s iPad).

Wie das dann aussieht, seht ihr hier (zum Vergrößern anklicken):

 

 

 

 

 

 

 

Und alle, die sich auch das neue Profil schon vorab einrichten wollen, finden eine Anleitung bei Mashable.