Von Dingen, die die Welt bewegen könnten

4. Mai 2011 at 16:52

So viel ist im März und im April passiert, die Nachrichten waren schon fast am überquellen. Dabei war aber nicht nur Interessantes dabei. Als das größte Ereignis 2011 wurde es angepriesen und viele nahmen sich auch die Zeit, es sich anzuschauen, aber die Hochzeit von William & Kate (übrigens: Die Eltern aus der Serie Alf hießen auch so) hat mich nun gar nicht interessiert. Spannend war daher aber zu sehen, wie viele es angeschaut haben oder sogar dabei waren, gecampt vor der Kirche um ja einen guten Platz und Blick zu erhaschen.

Dabei gab es doch die letzten Wochen so viele interessante, wie auch nicht so tolle Nachrichten. In Japan überschwemmt eine riesige Flutwelle die Ostküste und reißt gleich noch das Atomkraftwerk in Fukushima mit sich. Viele Japaner sind nun obdachlos. Eine riesige Wassermasse, als wär sie gar nichts, fegte durch die Landschaft und pflügte ganze Häuser um. Auch nicht mit abnehmender Geschwindigkeit, als würde es nicht mehr enden wollen.

Und dann die Informationen über eine mögliche Kernschmelze im Atomkraftwerk. Gerade passend zur Anti-AKW-Demonstration in Neckarwestheim. Als meinte es einer da oben gut mit den Demonstranten. Das Unglück hat der Demo noch mehr “Macht” gegeben und die 45 km lange Menschenkette, vom Stuttgarter Landtag bis zum Atomkraftwerk Neckarwestheim, kam ohne Unterbrechung zustande.
Trotz allem Übel stellte der Atomkraftwerkbetreiber Tepko nicht immer die richtigen Werte und Informationen der Presse bereit. Einmal wurde von einer Kernschmelze gesprochen, ein paar Stunden später dieselbe Aussage aber wieder dementiert. Auch habe ich gehört, man möchte seitens Tepko gerne immer schlechte Nachrichten veröffentlichen um im Nachhinein sagen zu können, es sei doch nicht so schlimm gewesen.

Erinnert ihr euch noch an BP? Das war doch dieser Ölriese letztes Jahr, dem im Golf von Mexico eine Ölbohrung geplatzt ist. Viele (fast unendliche) Liter Öl verschmutzten das Meer und die Tiere, die darin leben (/lebten). Wer in der Fahrschule aufgepasst hat weiß, dass ein Tropfen Öl 600 Liter Wasser verunreinigen kann! Und was les’ ich da so neulich in den Nachrichten? BP verlangt Schadensersatz für das blöde Ventil und von dem unachtsamen Betreiber der Ölplattform. Die Klage beläuft sich auf 40 Milliarden US Dollar.

Lustig hingegen, wenn auch nicht von BP selbst, Werbeplakate wie z.B. “BP – Wir betanken auch Ihren Golf” oder “Seid doch froh, dass wir keine Atomkraftwerke bauen!” (siehe rechts).

Mein Park, dein Park, unser Park

Jetzt ist auch noch bekannt geworden, dass unsere lieben Parkschützer doch nicht ihre Zeltstadt verlassen möchten. Die Information war irrtümlich, so hieß es, da es damals Mitbewohner gab, die sich einschüchtern haben lassen, da sie nicht richtig an das Ende von Stuttgart 21 geglaubt haben. Die wirklichen Parkschützer aber bleiben. Jetzt haben sie schon sieben Monate durchgehalten, da ist es nur ein Katzensprung, bis das Projekt abgeblasen ist. Und falls ihr euch aufregt über die Verschmutzung im Schlosspark, das ist nicht ihre Schuld, sondern die der Stadt: Sie leere zu wenig die Mülleimer, hieß es. Bei an die 60 bis 70 Parkschützer auch verständlich, dass da mal die Mülltonnen, es sind ja auch nur so kleine, voll sind!

Lies nochmal, bevor du twitterst

Quelle: favstar.fm

Wer den Montagmorgen aufmerksam (oder auch nicht) verbracht hat, wurde überall von der Todesnachricht Oba…, ‘tschuldigung, Osamas beschallt. Auch der @RegSprecher wollte etwas dazu sagen, bzw. Gesagtes der Kanzlerin der Allgemeinheit verfügbar machen. Raus kam, was im Bild über dem Absatz zu sehen ist.

Pech nur, dass wahrscheinlich schon so viel über Obama getwittert und geredet wurde, dass die Finger schon automatisch ein “b” anstelle des “s” gemacht haben.

Vom RegSprecher auch gleich wieder gelöscht, konnte dennoch, wie man ebenfalls auf dem Bild sieht, der Tweet virtuell gespeichert werden, in dem er retweetet (von anderen Nutzern ebenfalls getwittert) wurde. Und das nicht gerade wenig.

Track me

Auch Apple hat es sich nicht nehmen lassen, erneut Schlagzeilen zu machen. Leider ebenso negative. Jeder iPhone- und iPadbesitzer, welcher GPS auf seinem Smartphone/Tablet nutzen kann, wurde von Apple “überwacht”. Natürlich, wie sich später herausstellte, anonymsiert. Anhand einer einfachen Datenbank, die sogar noch für jeden lesbar bei einem Backup auf die Festplatte kopiert wird, kann man ein ungefähres Bewegungsprofil nachstellen.
Obwohl dadurch ein großer Hype entstand, ich wusste das schon seit längerer Zeit. “Schuld” war eine 1-Tagesveranstaltung des Sicherheitsfirma Cirosec. Ronny Sackmann, der auch Beiträge für die iX schreibt, demonstrierte, wie einfach es ist, Daten von einem iPhone auszulesen. Dazu nutzte er auch die entsprechende Datei, die er auf eine extra dafür umgeschriebene Google Maps Karte hochlud. Schon verblüffend, was mein Smartphone so macht, ohne es mir zu sagen.

Es sind aber nicht die Standortdaten, die Apple da speichert, sondern WLAN Access Points. Als eigentlich positiver Vorgedanke von Apple, um auch iPodbesitzern irgendwann einmal die Möglichkeit zu geben, ihre Position herauszufinden, ist es nun nach hinten losgegangen. Jedes iPhone hat nun seine Koordinaten zu Apple hochgeladen und dafür ein Update für die Datenbank bekommen, was es so für WLANs in der Umgebung gibt. Daher auch keine relativ genau Ortung.

Angeblich will Apple mit dem iOS Update 4.3.3 diesen “Programmierfehler” beheben. In Anführungsstrichen deswegen, da ich es, um ehrlich zu sein, nicht sehr tragisch finde. OK. Wird mein Handy mal geklaut, kann derjenige herausfinden, wo ich schon mal war und wo ich mich häufig aufhalte. Aber kann er mit dieser Information etwas anfangen, das mir schaden könnte? Mir fällt gerade nichts dergleichen ein, da ich auch nicht abgeneigt bin, Dienste wie Facebook Orte, Foursquare oder Gowalla zu nutzen.

Ach ja

Sony hat nach einem Hackerangriff schätzungsweise 100 Millionen Kundendaten verloren. Davon betroffen sind User des Playstation Network (PSN) und des Video- und Musikdienstes Qriocity. Naja, wenigstens hat sich der Vorstand verbeugt und sein tiefstes Bedauern den Anwendern ausgesprochen.

Tüfteln, Club-Mate trinken und Spaß haben

20. Januar 2011 at 21:14

Schwer zu finden und doch ist immer etwas los. Im Shackspace in Stuttgart treffen sich begabte Tüftler oder die, die es mal werden wollen. Auf ca. 120 qm ist für jeden etwas dabei. Vom Club-Mate Getränkeautomat bis hin zur Weltherrschaftsbedienstation ist alles dabei. Der Shack ist ein eingetragener Verein, hat schon an die 80 Mitglieder und ist somit der zweitgrößte Hackerclub Deutschlands. Gegründet im März 2010 bietet der Verein einen täglichen Treffpunkt, um neue Projekte zu gestalten oder um einfach unter Menschen zu sein.

Ist man das erste Mal dort, bekommt man natürlich eine Führung durch die Räume des Shacks. Dabei geht es immer draußen los, denn das erste große Highlight ist das vollelektronische Türschloss. Über einen PC oder ein Smartphone wählen sich die Key-Träger in das WLAN ein, starten ein Terminal und öffnen mit ein paar Befehlen das Schloss. Was früher noch schön mit einem Haustürschlüsseln bewerkstelligt wurde, geschieht heute mit einem elektronischen Schlüssel.

Für jeden etwas dabei

Herkommen kann jeder. Auch hier kann man sich davor schon im Internet erkundigen, ob jemand anwesend ist. Dafür gibt es im Wiki unter shackspace.de eine virtuelle Lampe. Leuchtet sie rot ist niemand da, erstrahlt sie dagegen gelb, kann man vorbei kommen und wird empfangen. Da der Shackspace gut besucht ist, lohnt es sich früh zu kommen. Denn, die guten Plätze sind heiß begehrt! Auch wenn nicht alle Werkzeugen vorhanden sind, das meiste kann dann doch aufgetrieben werden oder jemand bringt es von daheim mit. In diesem Sinne sind auch Sachspenden gerne gesehen!

Den Shack flattrn

Unterstütze den Shack e.V.

Ihr wollt den Shack mit einem kleinen Obulus unterstützen? Dann besucht doch die extra dafür eingerichtete Homepage unter rescue.shackspace.de. Hier könnt ihr flattrn, donaten oder überweisen. Wer will, kann sogar offline flattrn. Dazu einfach zum Shack kommen und an der Eingangstüre den QR-Code benutzen.

Ich will auch

Gerade ist es noch ein bisschen schwierig das Gebäude zu finden, aber auch hier hilft das Wiki mit einer bebilderten Anleitung. Leider muss der Shack gegen Ende März seine Räumlichkeiten verlassen. Grund dafür sind die Bauarbeiten an Stuttgart 21, weshalb der Vermieter gekündigt hat. Was aber wiederum den Vorteil hat, an ein neues Gebäude zu kommen, vielleicht sogar mit größerer Nutzungsfläche! (Wer ein solches besitzt, diesen Text liest und es gerne dem Shack vermieten möchte, kläre dies doch bitte mit den Ansprechpartnern auf shackspace.de)

Und wer jetzt noch mehr über den Shack wissen will, der lässt es sich einfach selbst von den Membern zeigen. Dazu haben sie einen sehr gelungenen Trailer gefilmt. Einzig der Ton der Sprecher ist ein bisschen leise, müsst dann eben besser hinhören ;-)

shack.space – Der Trailer from shack e.V. Hackerspace Stuttgart on Vimeo.

P.S.: Keine Angst, dort beißt niemand! Jeder ist willkommen :-)

Willkommen im Jahre 2030

12. Januar 2011 at 00:10

Zusammenfassung des Films 2030 – Aufstand der Jugend

Berlin 2030. Tim Burdenski (Barnaby Metschurat) ist eins von vielen Millenniumskindern, d.h. er wurde im Jahre 2000 geboren, wie viele andere Kinder auch. Ein Team von Kameramännern begleitet ihn seit je her auf Schritt und Tritt, bis er eines Tages untertaucht und wie vom Erdboden verschluckt ist. Eines Nachts geht Tim in ein Internetcafé und versucht die Systeme des Gesundheitsamtes zu hacken. Das klappt nicht so, wie er es sich vorstellt und mehrere SEK Beamte stürmen das Café. Er versucht zu fliehen und wird angeschossen. Ein Rettungswagen bringt ihn deshalb in das städtische Krankenhaus, das ihn zwar aufnimmt, da er aber wegen den Schussverletzungen zu hohe Kosten verursachen würde vorerst an die Wand stellt, bis ein Arzt mehr Zeit für ihn hat. Da auch hier, nach der ersten Diagnose keine rasche Behandlung angesetzt wird, stirbt Tim und wird sofort eingeäschert. Es war anscheinend sein letzter Wunsch, so der Arzt.

Eine alte Freundin, gespielt von Lavinia Wilson, findet es recht unwahrscheinlich, dass das Tims letzter Wunsch war und geht der Sache nach. Mit einer Journalistin (Bettina Zimmermann) klappert sie Tims jahrelang aufgesuchte Orte ab. Bis sie ihn, dank modernster Überwachungstechnologien in Berlin Hölleberg (noch heißt der Stadtteil Schöneberg) auf einem Foto findet. Die Suche geht weiter und es deuten immer mehr Indizien darauf hin, dass Tim nicht gestorben sondern noch am Leben ist.

Etwas später stellt sich dann auch heraus, dass der Arzt, der Tim in der Nacht betreut hat des öfteren Dienst hatte, als Patienten verschwanden, die er für tot erklärt hat. Leider mussten sie feststellen, als sie den Arzt aufsuchen wollten, dass er bei der Verfolgung durch das SEK von einem Auto erfasst und tödlich verletzt wurde. Trotzdem konnten sie eine Verbindung mit Tims “neuen Mitbewohnern” herstellen. Wo er nach den Krawallen hin ist, wissen aber auch sie nicht.

Die Odyssee geht weiter und als Sophie in ein mehr oder weniger illegales Krankenhaus gefahren wird, sieht sie Tims Frau, Paula (Kathrin von Steinburg), die mit Krebs im Krankenbett liegt. Ein richtiges Krankenhaus konnte sie sich nicht leisten, da ihr Verdienst nicht ausreichte, die Unsummen an die Krankenkasse zu bezahlen, die wegen ihrer Krebsfrüherkennung angefallen wären.

Und ab hier geht es auch schon auf den Schluss zu den ich euch doch lieber vorenthalten möchte.

Kostenexplosion Krankenkasse

Im Film bieten die Krankenkassen ihren Kunden eine gesundheitliche Früherkennung an und sollte nichts gefunden werden, bekommen sie ein paar Prozente Erlass auf den monatlichen Beitrag, bei gleicher Leistung. Krankenhäuser nehmen nur noch gut-verdienende Patienten an, jeder andere würde sie nur in den Ruin treiben; Privatinsolvenz gibt es nicht mehr.

Haben Kinder in ihren frühen Jahren schon in ihre Rentenvorsorge eingezahlt, trifft es auch sie hier so stark, da für die jetzigen älteren Generationen kein Geld mehr in der Kasse ist und das der jungen Leute gebraucht wird. Viele möchten ja noch viel von ihren (Groß-)Eltern haben und übernehmen die Beiträge, auch wenn sie dafür nur noch die gesetzliche Rente bekommen werden.

Fazit

Wenn auch ein bisschen überzogen, aber man weiß ja nie, was es in 20 Jahren noch alles geben wird, bzw. was es nicht mehr gibt. Im Film wird ganz klar von einer Zweiklassengesellschaft gesprochen. Die die Geld haben und die, die kein Geld haben. Letztere wohnen dann z.B. auf der Straße in Höllenberg.

Ich kann euch den Film nur wärmstens empfehlen, wenn ich auch schon viel vorweg genommen habe, aber das Ende ist ja noch offen =)

Solltet ihr ihn euch nicht im Fernsehen angeschaut haben oder er hat euch so gut gefallen, dass ihr ihn ein zweites Mal anschauen möchtet, könnt ihr die ZDF Mediathek benutzen.

Wie hat euch der Film gefallen? Glaubt ihr, das wird mal Realität oder vermutet ihr, soweit wird es nicht kommen? Antworten gerne in den Kommentaren!

Die Macht von Facebook

11. Januar 2011 at 21:01

Man kann jetzt sagen was man will, es hört sich doch schon ein bisschen so danach an, dass Facebook den Platz eins am Communityhimmel besitzt und es erst bei Platz 5387 weiter geht. Allein schon bei solchen Nachrichten:

Rupert Murdoch räumt bei Myspace auf. Wie erwartet entlässt das soziale Netzwerk rund 500 Mitarbeiter und damit fast die Hälfte der Belegschaft. CEO Mike Jones machte die einschneidenden Maßnahmen am Dienstag offiziell und bestätigte damit Medienberichte vom Vortag.

Quelle: heise.de

Des Weiteren zeigt eine Schlagzeile, die letztes Wochenende viele Heranwachsende fast an den Rand der Weißglut brachte, Facebook wolle am 15. März 2011 seine Pforten schließen, da das ganze Unternehmen nur noch Stress verursache und Marc Zuckerberg darauf keine Lust mehr habe. Nachzulesen ist der Beitrag auf weekleworldnews.com

Die Macht zeigt sich auch in den Weiten des Internets. Fast jede Webseite (diese hatte ihn auch mal) benutzt nun den Facebook Like Button. Da in Deutschland schon 14.232.960 User (Stand 10.1.11) angemeldet sind, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass mindestens ein User den Beitrag liest, er ihm gefällt und er ihn seinen Freunden empfiehlt. Das Schneeballsystem tritt wieder in Kraft – wie damals die Kettenbriefe nur digital. Gefällt etwas meinen Freunden, wird es sicher auch mir gefallen!

Was ich persönlich aber interessant finde, viele beschweren sich, wenn sie lesen, dass Facebook ihre Daten weiter gibt (oder auch nicht), bzw. dass Applikationen Zugriff auf Daten der User bekommen. Viele bedenken dabei aber nicht, es können von den Anwendungen nur die Daten benutzt werden, die auch jeder andere Facebookuser lesen kann und die, die man selbst eingetragen hat. Natürlich gab es auch mal Probleme mit der Facebook-App für das iPhone, dass man seine Kontakte importieren konnte um zu sehen, wer noch so alles angemeldet ist, danach aber die Daten nicht mehr löschen konnte. Jetzt wurde auch das behoben, aber für eine Zeit waren sie eben gespeichert und nur der, der die Daten hochgeladen hat, wusste auch, dass sie Facebook zur Verfügung stehen, der Eigentümer konnte es nicht sehen, bzw. wurde nicht informiert!

[Update] Aus gegebenem Anlass, ein neues “Feature” in Facebook, dass den Datenschutz noch weiter aushebelt:

Heute geht ein neues “Feature” von Facebook an den Start das “Umgehende Personalisierung” genannt wird und selbstredend automatisch aktiviert ist. Damit erhalten sogenannte Partnerwebsites Zugriff auf eure Daten (und die Daten eurer Freunde). Zum Deaktivieren auf Konto->Privatsphäre- Einstellungen->Anwendungen und Webseiten->Umgehende Personalisierung gehen und den Haken entfernen. Bitte kopieren und weiterposten.

[/Update]

Sicher hat der ein oder andere auch schon den Film “The Social Movie” gesehen, ein Film über Marc Zuckerberg, gedreht von seinen früheren und jetzt nicht mehr Freunden. Der Film soll den Werdegang von ihm verdeutlichen, dass es ja gar nicht seine Idee war. Und wenn es auch nicht seine Idee war, es muss trotzdem etwas an seiner Strategie liegen, dass die Community innerhalb der letzten vier Jahre so rasant gestiegen ist. Welche Community kann das von sich schon behaupten?

Könnt ihr euch ein Leben ohne Facebook noch vorstellen, sollte die Ente doch gestimmt haben oder ist es euch gleich, da es auch noch ein anderes Internet außerhalb Facebook gibt? Stimmt ab oder gebt euren Senf dazu in den Kommentaren!

Ein Leben ohne Facebook?

Ergebnisse anzeigen

Loading ... Loading ...

Das war zwanzigzehn

7. Januar 2011 at 21:08

Ich sollte vielleicht nicht so viel prokrastinieren, dann wär mein Jahresbericht zu 2010 schon früher online gegangen, jetzt muss ich mich eben doch noch hinsetzen. 45 Minuten bleiben mir noch, dann kommt Castle!

Gemütlich angefangen hat das letzte Jahr, wie könnte es auch besser sein, mit meinem Urlaub. Gerade mal drei ein halb Monate war ich da schon im Jugendhaus in Tettnang als Zivi angestellt. Im Februar kam dann auch der neue Zivi und ich war nicht mehr alleine. So ging das dann auch bis Mitte Juni weiter und meine neun Monate waren auch schon wieder vorbei. Rückblickend war es echt eine tolle Zeit und ich habe es sehr genossen. Danke noch mal!

Während dem ersten halben Jahr im Jugendhaus ist viel passiert. Von einer Ski- und Snowboardausfahrt über mehere Filmnächte und Konzerte bis hin zu neuen Gerichten für den Mittagstisch, war alles dabei. Gegen Ende meiner Zeit durfte ich mich auch mit iMovie (Videobearbeitung am Mac) beschäftigen, da wir einen kleinen Jahresbericht über das Jugendhaus gedreht haben.

Fast nahtlos ging es dann auch wieder in den Berufsalltag in der Bank über. Passwörter und Kennungen funktionierten noch alle, somit konnte ich wieder problemlos dort weiter arbeiten, wo ich neun Monate davor aufgehört habe. Obwohl ich in Juli eigentlich schon wieder daheim wohnte, fuhr ich noch mal an den schönen Bodensee. Abschlussball von ein paar Jugendlichen war angesagt und ein Besuch der Bregenzer Festspiele. Eigentlich sollte ja die Oper Aida gezeigt werden, da das Wetter aber nicht so wollte und es “kein singing in the rain” gibt, musste die Generalprobe leider abgesagt werden und wir fuhren wieder zurück. Leider keine Oper gesehen, dafür aber ein tolles, verlängertes Wochenende gehabt.

Gegen Ende August gingen dann ja die Proteste gegen Stuttgart 21 so richtig los und da meine Arbeitsstelle fast direkt neben dem Abriss des Nordflügels liegt, konnte man kurz mal vorbei schauen, wie weit sie schon sind. Für Faule gab es ja dann auch noch FlügelTV! Trotzdem bekam ich von der Baustelle und den Demonstrationen nicht viel mit, außer ich wollte nur von meinem Arbeitsplatz in die Stadt. Ein Durchkommen, manchmal mit spöttischen Nebenrufen, war nur bedingt möglich. Aber sei es wie es war, passiert ist zum Glück nichts, das kam ja erst Ende September.

Ende September konnte man erstmals wieder sehen, wie schnell doch wirres Zeugs, online von A nach B wandert. Berichte wurden über die Zustände geschrieben, obwohl keiner der Redakteure anwesend war. Man beruhte sich auf Twitternachrichten. Manches wurde später noch aber noch korrigiert.

So langsam machte ich mich dann auch auf die Suche nach einer eigenen Wohnung in Stuttgart. Sie sollte mindestens zwei Zimmer haben, in der Nähe der Innenstadt liegen, eine gute Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz haben und im bezahlbaren Rahmen liegen. Immobilienscout24 war meine neue lieblings Webseite. Kein Tag verging, an dem ich nicht mehrere Objekte online betrachtete. Zum Glück gibt es Digitalkameras und aussagekräftige Objektbeschreibungen, sonst wär ich zu oft enttäuscht wieder gegangen. Vier Wohnungen habe ich mir dann angeschaut und die vierte ist es dann auch geworden =)

Ein schönes (verpixeltes) Haus, ca. zehn Minuten mit der U-Bahn von der Innenstadt entfernt. Die Wohnung liegt zwar im dritten Stock, war aber nur ein kleines Problem beim Umzug mit der Waschmaschine, sonst ist es herrlich dort “oben”.

Im Oktober und November kam ich in den Kontakt mit der Jugendpresse. Auf den großen Jugendmedientagen in München erfuhren wir 500 Teilnehmer eine Menge zu Social Media, Journalismus, Photographie und anderen Themen. Noch als Teilnehmer lernte ich in einem halbtägigen Workshop die Kunst der Portraitfotographie. Bis jetzt konnte ich es leider noch nicht erweitern, das kommt aber sicher noch. Zu den JMTs in Stuttgart, den “kleinen” meldete ich mich als Teamer an und organisierte mit ein paar anderen alles technische. D.h., Equipment von A nach B bringen und später wieder abholen, neue Technik inventarisieren und die Laptops an die Infrastruktur der Hochschule der Medien anpassen. Geschlafen wurde auf beiden Veranstaltungen im Schlafsack. Einmal in einer großen Turnhalle, einmal in einem Klassenzimmer einer Schule.

Der Dezember kam und ich schloss das Jahr wieder mit meinem Jahresresturlaub ab. An Silvester ging es dazu nach Dresden. Und mit reichlich Verspätung im neuen Jahr wieder mit der Bahn zurück.

Zu guter Letzt noch ein paar Statistiken.
Das Blog habe ich im Februar angefangen zu schreiben. Es ist eine Selbstinstallation auf dem Webspace von Cwcity.de. In der Zeitspanne von elf Monaten kamen 61 Beiträge zustande, was in etwa fünf pro Monat bedeutet. Ganze 4.236 mal wurden Beiträge gelesen, aber nur 16 Kommentare gepostet. Da mein Zähler erst seit Mai funktioniert, waren es trotzdem noch 2.276 Besucher im Jahr 2010.
Wie oft ich das Design gewechselt habe, weiß ich leider nicht mehr, aber es war zu oft… Ich hoffe, das wird dieses Jahr besser.

In diesem Sinne wünsche ich nochmals ein frohes neues Jahr und seid gespannt, was es in Zukunft hier geben wird (ich bin es auch!).