Facebook ist und bleibt kostenlos! Ja wirklich?

12. Dezember 2011 at 12:18

Stellt euch doch einmal folgendes Szenario vor: Die Post ruft bei euch zu Hause an und bittet euch euer komplettes Adressbuch ihr zuzuschicken, da sie ein paar neue Flyer hat und die gerne euren Freunden schicken möchte. Wer wird da nicht stutzig? Würdet ihr der Post euer komplettes Adressbuch geben? Und wenn ja, würde eure Freunde darüber glücklich sein?

So und nicht anders ist es leider auch bei Facebook. Was ganz toll als “Freunde-Finder” angepriesen wird ist im Endeffekt nichts anderes als oben beschriebene Situation. Nur, dass das für den Anwender nicht so rüber kommt. Facebook schreibt zwar, dass es die Daten ausschließlich nur für diesen einen Zweck erhebt und sie dann gleich wieder löscht, dem ist nach Gerüchten zu urteilen aber nicht so. Ist euch nicht auch schon aufgefallen, auch wenn es schon lange her ist, dass, als ihr euch bei Facebook angemeldet habt, ihr gleich Freunde vorgeschlagen bekommen habt, die ihr wirklich kanntet? Na?

Max Schrems von der Initiative Europe vs. Facebook hat sich die Vertragsbedingungen von Facebook in seinem Jura-Studium zur Grundlage mehrerer Anzeigen gesetzt. In der Presse drehte diese Aktion vor einiger Zeit seine Runden. Max hat sich bei Facebook seine ganzen über ihn gespeicherten Daten zuschicken lassen. Dennoch, auch wenn er immer fleißig Beiträge von seiner Pinnwand gelöscht hat, ausgedruckt hatte er am Schluss über 1200 Seiten Papier in seinen Händen. Eine beachtliche Summe für jemanden, der nur ab und an mal etwas postet.

Er bemängelt zu dem auch, dass das, was Facebook dem Benutzer als gelöscht anzeigt immer noch gespeichert ist, nur, dass nun die Variable “Deleted = true” gesetzt ist. Daher auch mehrere hundert Seiten Kommunikationsprotokoll von seinen ganzen Nachrichten. Doch beim Durcharbeiten der ganzen Daten über ihn fällt ihm auf, dass das nicht alle Informationen sind, die Facebook über ihn speichert, da er z.B. auch seine ganzen “Gefällt-mir-drücker” nicht in dem Dokument sieht. Um einen besseren Überblick zu bekommen teilen Max und seine Kommilitonen die erhobenen Daten in 57 verschiedene Gruppierungen auf und beurteilen sie nach ihrer Vertraulichkeit. Nachzusehen gibt es das hier.

Am 8.12. wurde Max Schrems aus Wien für den Chaos Computer Club Stuttgart eingeflogen und hielt einen Vortrag über “Datenschutz in sozialen Netzwerken” in der Stadtbibliothek am Mailänder Platz in Stuttgart. Ich schätze mal an die 50 Zuhörer zwischen 20 und 60 Jahren waren gekommen! Eine beachtliche Zahl für den kleinen Raum. Die Bibliothek hat auch eine Audioaufzeichnung des zweieinhalb Stunden dauernden Vortrages erstellt, der  hier angehört werden kann, wenn er dann einmal online ist.

Interessant fand ich außerdem, möchte man strikt nach dem Gesetz gehen muss ich jedes mal, möchte ich mit jemandem Chatten, ihn zu einer Veranstaltung einladen oder auf einem Foto markieren, ihn davor fragen, da Facebook ja die Daten speichert und somit ein Profil über einen anlegen kann (dazu gleich mehr). Natürlich macht das keiner, da die Telefone sonst wohl nicht mehr ruhig stehen würden und jeder nur noch genervt wäre.

Erschreckend war der Teil, als Max uns erzählte, dass es gar nicht nötig ist sein Profil mit Informationen zu befüllen, außer, dass es eben die Freunde dann sehen. Nein. Facebook könnte anhand eurer Freundesliste schon ein Profil anlegen! Wie das geht? Nehmen wir mal mich als Beispiel. Ich habe mehrere Freunde, die bei der Jugendpresse aktiv sind. Dazu noch viele, die auch mit mir auf den Jugendmedientagen waren. Daher wüsste Facebook zumindest schon einmal, dass ich gerne etwas mit Medien mache und mich nebenher sicher noch in der Jugendpresse engagiere oder wenigstens mit ihr zu tun habe. Des Weiteren waren viele meiner Freunde auf der Realschule. Die meisten würde ich wohl nicht kennen, wäre ich auf eine andere Schule gegangen. Dann hätte ich dort mehr Freunde. Somit weiß Facebook also auch meinen Schulabschluss. Das nur mal als kleiner Denkanstoß.

Natürlich ist das nur ein sehr, sehr kleiner Auszug aus dem wirklich interessanten Vortrag. Mich hat er überrascht, da ich Facebook noch nie so direkt von der anderen Seite aus gezeigt bekommen habe. Selbst habe ich ja schon ein paar Mal über das Thema Datenschutz geschrieben, da ich gerne nach dem Motto lebe: “Wenn ich selber etwas online stelle, weiß ich wenigstens was über mich dazu im Internet steht!”
Zu denken gab mir aber der Teil mit den Daten die in Verbindung mit meinen Freunden stehen. Denn, auch wenn ich heute die Daten, die Freunde z.B. über die Facebook-App auf dem iPhone über mich hochgeladen haben, lösche, lädt sie morgen ein anderer hoch sind sie wieder da und müssten gelöscht werden!

Ich kann euch den Audiomitschnitt nur empfehlen. Die ersten andert halb Stunden ist der eigentliche Vortrag, dann kommt noch eine Fragestunde. Alle Beiträge die zu der Initiative und Max Schrems schon im Fernsehen kamen, könnt ihr im YouTube Channel anschauen.

Um die Frage in der Überschrift zu beantworten: Facebook war noch nie kostenlos und wird es auch nie sein. Wir bezahlen zwar kein Geld, die virtuelle Währung dafür sind nämlich unsere Daten!

Unser Siggi

4. Oktober 2011 at 22:46

Aktuell in den Nachrichten liest man ja ab und an mal von einem Siegfried Kauder (hier, hier und hier). Besagte Person möchte einen neuen Umgang mit dem Internetzugang bei Urheberrechtsverstößen haben. Der Clou, so meint er, findet ein Rechteinhaber Leistungen von sich im Internet wieder für die nicht bezahlt wurden (z.B. illegale Musik in Tauschbörsen) wird der, der damit handelt abgemahnt und beim zweiten Verstoß ihm der Zugang ins Internet gesperrt – “ganz ohne Gerichtsverfahren”, so Kauder.

Doch pfiffige Internetuser haben ihn nun auf die Kehrseite gebracht. Nämlich waren auf seiner Homepage Bilder zu finden, für die er keine Lizenz besaß: Somit ein klarer Verstoß gegen das Urheberrecht. Zwischenzeitlich hat er aber die Rechte an den Bildern erworben, “damit der vorherige Besitzer nicht mehr so arg belästigt wird”.

So viel zur Einleitung. Vielleicht ist “Online Reputation” bei ein paar von euch ein Begriff. Es geht, um es kurz zu erklären darum, anhand einer Durchschnittszahl den Wert einer Webseite zu bestimmen. Nicht in dem Sinne, für wie viel Geld man sie kaufen könnte, sondern, ob sie gut oder schlecht ist. Ein Tool dazu, und das empfehle ich auch hiermit, ist die Erweiterung WOT für z.B. den Firefox. WOT fügt hinter viele Links, z.B. bei der Google Suche, bei Facebook, bei Twitter, etc. einen Kreis dazu und zeigt dem Anwender, wie sicher die Seite ist (hilfreich um nicht z.B. auf Clickjacking hereinzufallen).

Gerade wollte ich www.siegfriedkauder.de aufrufen, da erhalte ich folgenden Hinweis:

So sieht dann also die Meldung aus, wenn die Seite nicht den besten Ruf besitzt!

Datenschutz und so

19. Juni 2011 at 16:56

Der ein oder andere hat sicher letztens in der neuen ZDF Zoom Sendung den Beitrag zu “Hilfe, ich bin nackt” gesehen. Ich würde euch ja gerne den Link dazu zeigen, aber ihr wisst ja, öffentlich-rechtlich und so, also nur sieben Tage im Internet zu sehen. Daher verweise ich lieber auf den Podcast-Channel, z.B. bei iTunes. Einfach nach ZDF Zoom suchen und ihr könnt euch den fast 30 Minuten langen Beitrag anschauen.

Zusammengefasst: In dem Beitrag geht es darum, wie freizügig wir uns im Internet bewegen. Angefangen bei Facebook. 20 Millionen deutsche User gibt es mitlerweile, also jeder vierte im Bunde ist angemeldet. Ob er nun aktiv oder passiv das virtuelle Leben betreibt, sei dahingestellt. Wichtig war es der Redakteurin zu zeigen, wie die User mit ihrer Privatsphäre umgehen. Bilder der letzten Party sind keine Seltenheit mehr. Betrunkene Menschen gehören demnach der Tagesordnung an. Doch was kann man mit legalen Mitteln alles mit nur einem Namen herausfinden?

Als Versuchsperson durchleuchteten sie einen neuen Facebookfreund von Sabrina Hermsen. Thomas Praus war dann auch schon schnell ausfindig gemacht. Selbst brachte er am gleichen Tag, außerhalb der Sendung, noch einen Blogartikel online, in dem er das Thema nochmal ansprach; aus seiner Sichtweise.
Hendrick Speck, der digitale Profiler, durchleuchtete nun die Testperson und stellte alle Informationen, die er herausfinden konnte, offline, wie in einem Kriminalfall, mit Karten und ausgedruckten Bildern, an einer Wand dar. Von Thomas Adresse, die eben jeder Betreiber einer Internetseite angeben muss (auch ich) über seine Hobbies, sein genaues Geburtsdatum bis hin zu Bildern seiner Eltern; alles im Internet legal abrufbar.

Gegen Ende der Sendung wurde er dann auch informiert, was alles über ihn gefunden wurde. Ich fande es echt positiv, wie er damit umging. Kein “Oh, wo habt ihr das alles her?”, sondern “Ja, das weiß ich, das habe ich alles online gestellt!”. Als Internetnutzer, und das brachte Sascha Lobo mal sehr genau auf den Punkt, muss man sich dessen bewusst sein, alles was man hochlädt, sei es eine Textnachricht oder ein Bild, sollte so formuliert sein, dass es auch auf der Titelseite einer Tageszeitung gedruckt stehen könnte.

Vor ein paar Monaten habe ich schon einmal einen Beitrag über Datenschutz geschrieben. Und auch heute appelliere ich wieder: Wer “dabei” sein möchte, aber Angst um seine Daten hat, der kann sich das Ganze auch erst einmal mit einem Testaccount anschauen. Eine neue E-Mailadresse bekommt man überall und auch kostenlos. Hat man sich dann mit allen Datenschutzeinstellungen ausgiebig beschäftigt, kann man sich erneut anmelden, oder man stellt den Testzugang als vollwertigen Account um. Des Weiteren gibt es auch schon viele Tipps im Internet, wie man sich am besten vor der eigenen Entblößung schützen kann. Die Suchmaschine deines Vertrauens hilft dir da sicher weiter!

Als großes Problem sehe ich aber noch in der jüngeren Generation an. Wie früher z.B. mit Markenklamotten, gehört man heute nicht zur Gruppe, wenn kein bestimmter Account in einem Social Network vorhanden ist. Terminabsprachen, Treffen, Diskussionen, alles wird meist nur noch online abgesprochen.
Um aber auf das eigentliche Problem zurück zu kommen: Setzt mal einen 13 jährigen vor die Datenschutzeinstellungen von Facebook und sagt ihm, er soll binnen einer Stunde sein Profil so abschotten, dass die Informationen nur seine Freunde sehen können, alle anderen Besucher aber nicht. Man wird höchstwahrscheinlich mit großen fragenden Augen angeschaut. Auch wenn seitens Facebook schon vieles einfacher wurde, für die Neuankömmlinge ist es trotzdem noch viel zu viel und zu missverständlich! Und dann kommt noch hinzu: Wer möchte sich schon im Datenschutzdschungel rumdrücken, wenn es auf der Startseite so viel Neues zu entdecken gibt, Freundschaftsanträge bestätigt und die neuen Bilder noch schnell online gestellt werden müssen.

Wer aber auf Nummer sicher gehen möchte und wissen will, was man über einen im Internet finden könnte; nichts leichter als das: Egosurfing. Den eigenen Name in einer Suchmaschine eingeben und die Resultate durchforsten. Wem Google zu viel ausspuckt, ist vielleicht mit 123People oder Yasni besser beraten.

Abschließend noch ein Zitat von Lutz Zacharias vom Standesamt Köln: “Das Internet ist ein rechtsfreier Raum – das weiß auch jeder, der mit dem Internet zu tun hat!”

Von Dingen, die die Welt bewegen könnten

4. Mai 2011 at 16:52

So viel ist im März und im April passiert, die Nachrichten waren schon fast am überquellen. Dabei war aber nicht nur Interessantes dabei. Als das größte Ereignis 2011 wurde es angepriesen und viele nahmen sich auch die Zeit, es sich anzuschauen, aber die Hochzeit von William & Kate (übrigens: Die Eltern aus der Serie Alf hießen auch so) hat mich nun gar nicht interessiert. Spannend war daher aber zu sehen, wie viele es angeschaut haben oder sogar dabei waren, gecampt vor der Kirche um ja einen guten Platz und Blick zu erhaschen.

Dabei gab es doch die letzten Wochen so viele interessante, wie auch nicht so tolle Nachrichten. In Japan überschwemmt eine riesige Flutwelle die Ostküste und reißt gleich noch das Atomkraftwerk in Fukushima mit sich. Viele Japaner sind nun obdachlos. Eine riesige Wassermasse, als wär sie gar nichts, fegte durch die Landschaft und pflügte ganze Häuser um. Auch nicht mit abnehmender Geschwindigkeit, als würde es nicht mehr enden wollen.

Und dann die Informationen über eine mögliche Kernschmelze im Atomkraftwerk. Gerade passend zur Anti-AKW-Demonstration in Neckarwestheim. Als meinte es einer da oben gut mit den Demonstranten. Das Unglück hat der Demo noch mehr “Macht” gegeben und die 45 km lange Menschenkette, vom Stuttgarter Landtag bis zum Atomkraftwerk Neckarwestheim, kam ohne Unterbrechung zustande.
Trotz allem Übel stellte der Atomkraftwerkbetreiber Tepko nicht immer die richtigen Werte und Informationen der Presse bereit. Einmal wurde von einer Kernschmelze gesprochen, ein paar Stunden später dieselbe Aussage aber wieder dementiert. Auch habe ich gehört, man möchte seitens Tepko gerne immer schlechte Nachrichten veröffentlichen um im Nachhinein sagen zu können, es sei doch nicht so schlimm gewesen.

Erinnert ihr euch noch an BP? Das war doch dieser Ölriese letztes Jahr, dem im Golf von Mexico eine Ölbohrung geplatzt ist. Viele (fast unendliche) Liter Öl verschmutzten das Meer und die Tiere, die darin leben (/lebten). Wer in der Fahrschule aufgepasst hat weiß, dass ein Tropfen Öl 600 Liter Wasser verunreinigen kann! Und was les’ ich da so neulich in den Nachrichten? BP verlangt Schadensersatz für das blöde Ventil und von dem unachtsamen Betreiber der Ölplattform. Die Klage beläuft sich auf 40 Milliarden US Dollar.

Lustig hingegen, wenn auch nicht von BP selbst, Werbeplakate wie z.B. “BP – Wir betanken auch Ihren Golf” oder “Seid doch froh, dass wir keine Atomkraftwerke bauen!” (siehe rechts).

Mein Park, dein Park, unser Park

Jetzt ist auch noch bekannt geworden, dass unsere lieben Parkschützer doch nicht ihre Zeltstadt verlassen möchten. Die Information war irrtümlich, so hieß es, da es damals Mitbewohner gab, die sich einschüchtern haben lassen, da sie nicht richtig an das Ende von Stuttgart 21 geglaubt haben. Die wirklichen Parkschützer aber bleiben. Jetzt haben sie schon sieben Monate durchgehalten, da ist es nur ein Katzensprung, bis das Projekt abgeblasen ist. Und falls ihr euch aufregt über die Verschmutzung im Schlosspark, das ist nicht ihre Schuld, sondern die der Stadt: Sie leere zu wenig die Mülleimer, hieß es. Bei an die 60 bis 70 Parkschützer auch verständlich, dass da mal die Mülltonnen, es sind ja auch nur so kleine, voll sind!

Lies nochmal, bevor du twitterst

Quelle: favstar.fm

Wer den Montagmorgen aufmerksam (oder auch nicht) verbracht hat, wurde überall von der Todesnachricht Oba…, ‘tschuldigung, Osamas beschallt. Auch der @RegSprecher wollte etwas dazu sagen, bzw. Gesagtes der Kanzlerin der Allgemeinheit verfügbar machen. Raus kam, was im Bild über dem Absatz zu sehen ist.

Pech nur, dass wahrscheinlich schon so viel über Obama getwittert und geredet wurde, dass die Finger schon automatisch ein “b” anstelle des “s” gemacht haben.

Vom RegSprecher auch gleich wieder gelöscht, konnte dennoch, wie man ebenfalls auf dem Bild sieht, der Tweet virtuell gespeichert werden, in dem er retweetet (von anderen Nutzern ebenfalls getwittert) wurde. Und das nicht gerade wenig.

Track me

Auch Apple hat es sich nicht nehmen lassen, erneut Schlagzeilen zu machen. Leider ebenso negative. Jeder iPhone- und iPadbesitzer, welcher GPS auf seinem Smartphone/Tablet nutzen kann, wurde von Apple “überwacht”. Natürlich, wie sich später herausstellte, anonymsiert. Anhand einer einfachen Datenbank, die sogar noch für jeden lesbar bei einem Backup auf die Festplatte kopiert wird, kann man ein ungefähres Bewegungsprofil nachstellen.
Obwohl dadurch ein großer Hype entstand, ich wusste das schon seit längerer Zeit. “Schuld” war eine 1-Tagesveranstaltung des Sicherheitsfirma Cirosec. Ronny Sackmann, der auch Beiträge für die iX schreibt, demonstrierte, wie einfach es ist, Daten von einem iPhone auszulesen. Dazu nutzte er auch die entsprechende Datei, die er auf eine extra dafür umgeschriebene Google Maps Karte hochlud. Schon verblüffend, was mein Smartphone so macht, ohne es mir zu sagen.

Es sind aber nicht die Standortdaten, die Apple da speichert, sondern WLAN Access Points. Als eigentlich positiver Vorgedanke von Apple, um auch iPodbesitzern irgendwann einmal die Möglichkeit zu geben, ihre Position herauszufinden, ist es nun nach hinten losgegangen. Jedes iPhone hat nun seine Koordinaten zu Apple hochgeladen und dafür ein Update für die Datenbank bekommen, was es so für WLANs in der Umgebung gibt. Daher auch keine relativ genau Ortung.

Angeblich will Apple mit dem iOS Update 4.3.3 diesen “Programmierfehler” beheben. In Anführungsstrichen deswegen, da ich es, um ehrlich zu sein, nicht sehr tragisch finde. OK. Wird mein Handy mal geklaut, kann derjenige herausfinden, wo ich schon mal war und wo ich mich häufig aufhalte. Aber kann er mit dieser Information etwas anfangen, das mir schaden könnte? Mir fällt gerade nichts dergleichen ein, da ich auch nicht abgeneigt bin, Dienste wie Facebook Orte, Foursquare oder Gowalla zu nutzen.

Ach ja

Sony hat nach einem Hackerangriff schätzungsweise 100 Millionen Kundendaten verloren. Davon betroffen sind User des Playstation Network (PSN) und des Video- und Musikdienstes Qriocity. Naja, wenigstens hat sich der Vorstand verbeugt und sein tiefstes Bedauern den Anwendern ausgesprochen.

Achtung, aufpassen!

23. März 2011 at 07:44

Gestern kam eine wirklich interessante E-Mail bei mir im SPAM-Postfach rein. Sie liest sich flüssig und man merkt, es ist keine Übersetzung wie bei vielen anderen, die ich täglich erhalte. Auch eine persönliche Anrede ist zu finden. Nur, es handelt sich wirklich um SPAM.

Der Anbieter, hdtv-mitmachen.com, sucht für ein Jahr 100 Tester, die das “neue” HDTV Angebot testen wollen. Das dient, wie mir das Internet mitteilt, aber nur dem Adressklau, keiner der sich dafür bewirbt, bekommt auch einen Receiver.

In der E-Mail heißt es zwar es sei alles kostenlos und man schließe keinen Vertrag ab. Das stimmt soweit, sieht man seine persönlichen Daten nicht als Währung an!

Und hier noch die E-Mail:

Guten Tag Zaiser Philipp,

mein Name ist Katja Schulze – ich bin von einem bekannten deutschen Anbieter beauftragt worden, den Empfang des neuen HDTV (Fernsehen in neuer Dimension und Qualität) in Deutschland zu testen.

Die flächendeckende Markteinführung ist für Sommer 2011 geplant – die Medien werden berichten.

Aktuell suchen wir in Ihrem Wohnort 100 Testhaushalte, die das neue HDTV kostenlos testen möchten.

Keine versteckten Kosten, kein Haken – es geht uns wirklich nur darum, zu erfahren, ob Sie das neue HDTV gut empfangen können.

Sie erhalten ein Jahr lang ein komplettes Fernseh-Paket eines deutschen Markenanbieters.

Selbstverständlich kostenlos und anschlussfertig:

- alle Sport Events (Bundesliga, Formel 1, etc.)
- aktuelle Movies und Blockbuster
- hunderte Serien in deutscher Sprache
- sämtliche Sparten können Sie beliebig kostenlos testen

Für Sie als Tester komplett kostenlos – incl. Receiver.

Auch die Portokosten der Lieferung übernehmen wir, sie müssen nichts bezahlen.

Bewerben Sie sich schnell!

Klicken Sie hier:
http://post.hdtv-mitmachen.net/c-5800003-817.html

Beste Grüsse,

Katja Schulze
Leiterin der Testreihe

PS: Sie schließen KEINEN Vertrag ab, müssen auch nichts kündigen oder reagieren. Diese Testreihe dient nur der Sammlung von Erfahrungswerten, wir werden Sie lediglich einmalig nach Ihrer Zufriedenheit befragen.

Kosten entstehen in keinem Fall:
http://post.hdtv-mitmachen.net/c-5800003-817.html

Anmerkung: Die Links wurden absichtlich in die Irre getrieben, nicht, dass jemand darauf klickt und es doch versuchen sollte ;-)