Unser Siggi

4. Oktober 2011 at 22:46

Aktuell in den Nachrichten liest man ja ab und an mal von einem Siegfried Kauder (hier, hier und hier). Besagte Person möchte einen neuen Umgang mit dem Internetzugang bei Urheberrechtsverstößen haben. Der Clou, so meint er, findet ein Rechteinhaber Leistungen von sich im Internet wieder für die nicht bezahlt wurden (z.B. illegale Musik in Tauschbörsen) wird der, der damit handelt abgemahnt und beim zweiten Verstoß ihm der Zugang ins Internet gesperrt – “ganz ohne Gerichtsverfahren”, so Kauder.

Doch pfiffige Internetuser haben ihn nun auf die Kehrseite gebracht. Nämlich waren auf seiner Homepage Bilder zu finden, für die er keine Lizenz besaß: Somit ein klarer Verstoß gegen das Urheberrecht. Zwischenzeitlich hat er aber die Rechte an den Bildern erworben, “damit der vorherige Besitzer nicht mehr so arg belästigt wird”.

So viel zur Einleitung. Vielleicht ist “Online Reputation” bei ein paar von euch ein Begriff. Es geht, um es kurz zu erklären darum, anhand einer Durchschnittszahl den Wert einer Webseite zu bestimmen. Nicht in dem Sinne, für wie viel Geld man sie kaufen könnte, sondern, ob sie gut oder schlecht ist. Ein Tool dazu, und das empfehle ich auch hiermit, ist die Erweiterung WOT für z.B. den Firefox. WOT fügt hinter viele Links, z.B. bei der Google Suche, bei Facebook, bei Twitter, etc. einen Kreis dazu und zeigt dem Anwender, wie sicher die Seite ist (hilfreich um nicht z.B. auf Clickjacking hereinzufallen).

Gerade wollte ich www.siegfriedkauder.de aufrufen, da erhalte ich folgenden Hinweis:

So sieht dann also die Meldung aus, wenn die Seite nicht den besten Ruf besitzt!

Facebook startet das neue Profil

23. September 2011 at 11:50

Noch gar nicht lange ist es her, als Facebook das “neue Profil” vorgestellt hat und seit heute kann man nun auch schon wieder ein neues aktivieren. Dieses Mal dreht sich alles um die Timeline, wie sie z.B. von Twitter bekannt ist.

Es kommt, bei einem Klick auf das Profil nicht mehr alles “langweilig” untereinander, sondern schön aufbereitet á la Flipboard (eine App für’s iPad).

Wie das dann aussieht, seht ihr hier (zum Vergrößern anklicken):

 

 

 

 

 

 

 

Und alle, die sich auch das neue Profil schon vorab einrichten wollen, finden eine Anleitung bei Mashable.

Datenschutz und so

19. Juni 2011 at 16:56

Der ein oder andere hat sicher letztens in der neuen ZDF Zoom Sendung den Beitrag zu “Hilfe, ich bin nackt” gesehen. Ich würde euch ja gerne den Link dazu zeigen, aber ihr wisst ja, öffentlich-rechtlich und so, also nur sieben Tage im Internet zu sehen. Daher verweise ich lieber auf den Podcast-Channel, z.B. bei iTunes. Einfach nach ZDF Zoom suchen und ihr könnt euch den fast 30 Minuten langen Beitrag anschauen.

Zusammengefasst: In dem Beitrag geht es darum, wie freizügig wir uns im Internet bewegen. Angefangen bei Facebook. 20 Millionen deutsche User gibt es mitlerweile, also jeder vierte im Bunde ist angemeldet. Ob er nun aktiv oder passiv das virtuelle Leben betreibt, sei dahingestellt. Wichtig war es der Redakteurin zu zeigen, wie die User mit ihrer Privatsphäre umgehen. Bilder der letzten Party sind keine Seltenheit mehr. Betrunkene Menschen gehören demnach der Tagesordnung an. Doch was kann man mit legalen Mitteln alles mit nur einem Namen herausfinden?

Als Versuchsperson durchleuchteten sie einen neuen Facebookfreund von Sabrina Hermsen. Thomas Praus war dann auch schon schnell ausfindig gemacht. Selbst brachte er am gleichen Tag, außerhalb der Sendung, noch einen Blogartikel online, in dem er das Thema nochmal ansprach; aus seiner Sichtweise.
Hendrick Speck, der digitale Profiler, durchleuchtete nun die Testperson und stellte alle Informationen, die er herausfinden konnte, offline, wie in einem Kriminalfall, mit Karten und ausgedruckten Bildern, an einer Wand dar. Von Thomas Adresse, die eben jeder Betreiber einer Internetseite angeben muss (auch ich) über seine Hobbies, sein genaues Geburtsdatum bis hin zu Bildern seiner Eltern; alles im Internet legal abrufbar.

Gegen Ende der Sendung wurde er dann auch informiert, was alles über ihn gefunden wurde. Ich fande es echt positiv, wie er damit umging. Kein “Oh, wo habt ihr das alles her?”, sondern “Ja, das weiß ich, das habe ich alles online gestellt!”. Als Internetnutzer, und das brachte Sascha Lobo mal sehr genau auf den Punkt, muss man sich dessen bewusst sein, alles was man hochlädt, sei es eine Textnachricht oder ein Bild, sollte so formuliert sein, dass es auch auf der Titelseite einer Tageszeitung gedruckt stehen könnte.

Vor ein paar Monaten habe ich schon einmal einen Beitrag über Datenschutz geschrieben. Und auch heute appelliere ich wieder: Wer “dabei” sein möchte, aber Angst um seine Daten hat, der kann sich das Ganze auch erst einmal mit einem Testaccount anschauen. Eine neue E-Mailadresse bekommt man überall und auch kostenlos. Hat man sich dann mit allen Datenschutzeinstellungen ausgiebig beschäftigt, kann man sich erneut anmelden, oder man stellt den Testzugang als vollwertigen Account um. Des Weiteren gibt es auch schon viele Tipps im Internet, wie man sich am besten vor der eigenen Entblößung schützen kann. Die Suchmaschine deines Vertrauens hilft dir da sicher weiter!

Als großes Problem sehe ich aber noch in der jüngeren Generation an. Wie früher z.B. mit Markenklamotten, gehört man heute nicht zur Gruppe, wenn kein bestimmter Account in einem Social Network vorhanden ist. Terminabsprachen, Treffen, Diskussionen, alles wird meist nur noch online abgesprochen.
Um aber auf das eigentliche Problem zurück zu kommen: Setzt mal einen 13 jährigen vor die Datenschutzeinstellungen von Facebook und sagt ihm, er soll binnen einer Stunde sein Profil so abschotten, dass die Informationen nur seine Freunde sehen können, alle anderen Besucher aber nicht. Man wird höchstwahrscheinlich mit großen fragenden Augen angeschaut. Auch wenn seitens Facebook schon vieles einfacher wurde, für die Neuankömmlinge ist es trotzdem noch viel zu viel und zu missverständlich! Und dann kommt noch hinzu: Wer möchte sich schon im Datenschutzdschungel rumdrücken, wenn es auf der Startseite so viel Neues zu entdecken gibt, Freundschaftsanträge bestätigt und die neuen Bilder noch schnell online gestellt werden müssen.

Wer aber auf Nummer sicher gehen möchte und wissen will, was man über einen im Internet finden könnte; nichts leichter als das: Egosurfing. Den eigenen Name in einer Suchmaschine eingeben und die Resultate durchforsten. Wem Google zu viel ausspuckt, ist vielleicht mit 123People oder Yasni besser beraten.

Abschließend noch ein Zitat von Lutz Zacharias vom Standesamt Köln: “Das Internet ist ein rechtsfreier Raum – das weiß auch jeder, der mit dem Internet zu tun hat!”

Sixtus und Glaser im Gespräch

20. Februar 2011 at 23:23

Es ist Freitagabend und die Handwekskammer Stuttgart lädt ein zur Podiumsdiskussion “Die Zukunft ist 2.0″.

Am Mittwoch habe ich zu der Veranstaltung schon einen “kleinen Vorgeschmack” geschrieben, aber um ehrlich zu sein, so vom Hocker gehauen hat mich die Diskussion dann doch nicht. Statt eine Antwort auf die Frage zu bekommen, ob die Zukunft wirklich 2.0 ist, wurde leider hauptsächlich erörtert, wie sich das Internet im Laufe der Zeit entwickelt hat und die Menschen immer mehr mit dem Computer vertraut wurden.

Bevor ich nun noch eine Zusammenfassung schreibe, weise ich lieber auf die von Pascal (@freilichthirn) hin. Sehr umfassend und jedes Detail aufgegriffen: openairbrain.wordpress.com

Pascal hat die Gespräche beurteilt, ich habe mir Gedanken über die Veranstaltung im Allgemeinen gemacht.

Ohne es nun böse zu meinen, das Publikum glich dem Mitgliederquerschnitt der Handwerkskammer. Den Altersdurchschnitt von gefühlt 67 Jahren konnten nicht einmal die 10 bis 15 jüngeren Zuhörer ausgleichen. Dennoch war die Veranstaltung gut besucht. Schätzungsweiße an die 250 Personen, die der oben genannten Frage nachgehen wollten.

Mario Sixtus (geboren 1965) und Peter Glaser (geboren 1957) sprachen beide anwesenden Generationen an. Die ältere wie auch die junge. Wobei wir jüngeren uns vermehrt auf die Twitterwall konzentrierten, mit einem Ohr aber noch am Gespräch beteiligt waren. Die Twitterwall ist ein Dienst im Internet, der alle Tweets mit einem bestimmten Hashtag auflistet. In unserem Falle war es #zufo. Twitterte ich nun etwas und wollte, dass es jeder Anwesende im Raum auf der Leinwand sehen konnte, fügte ich vor, zwischen oder nach meinem eigentlichen Text den Hashtag hinzu und der Tweet erschien binnen Sekunden groß und für alle lesbar. Hier ein Beispiel:

Natürlich konnten nicht nur die Gäste lesen, was wir so getwittert hatten, sondern auch alle, die den anwesenden Twitterern folgen. Wer jemandem folgt, abonniert sozusagen die Statusmeldungen der Person, der er folgt. Wenn man sich aber auf einer Veranstaltung mit so einer Twitterwall befindet, wissen die Follower manchmal nicht, was die Hashtags bedeuten, und twittern wirres Zeugs ebenfalls mit besagtem Hashtag und erscheinen somit auch auf der Twitterwall, obwohl sie gar nicht anwesend sind.

Nach der angeheizten Diskussionsrunde traf man sich im Foyer auf ein Bier und verschiedene belegte Sandwiches. Die Herren Sixtus und Glaser, wie auch Frau Prinzig antworteten gerne auf weitere Fragen. Aber auch wir vertraten unsere Sichtweise zum “neuen Internet”, diskutierten mit den anderen Gästen und erklärten Möglichkeiten, Gefahren und Entwicklungen im „neuen“, interaktiven Internet. Social Media Plattformen wie Facebook, Twitter und Co. sind schon lange kein neues Gebiet mehr für die Jugend. Ein Leben offline, kaum vorstellbar.

“Früher war nicht alles besser”, antwortete Sixtus auf der Bühne. Und meint damit, dass das Web 2.0 den Alltag vereinfacht, wenn man es in richtiger Art und Weise nutzt.

Doch eine Frage blieb meines Erachtens unbeantwortet: Ist die Zukunft wirklich 2.0?

Sind wir nicht alle ein bisschen 2.0?

16. Februar 2011 at 20:55

Diesen Freitag, am 18. Februar 2011, findet in der Handwerkskammer Stuttgart eine Podiumsdiskussion zum Thema “Die Zukunft ist 2.0” statt. Geladene Gäste sind Mario Sixtus (@sixtus) und Peter Glaser (@peterglaser). Durch das Programm leitet Frau Dr. Marlis Prinzig.

Ein, ich vermute, spannender Abend. Eingeleitet durch ein Gespräch mit Rainer Reichhold, der Kammerpräsident, will die Moderatorin wissen, was für die ihn und die zwei Journalisten der Begriff Web 2.0 bedeutet.

Mario Sixtus ist bekannt durch seine Arbeit als “Elektronischer Reporter” wie auch für seine Diskussionen mit Sascha Lobo in “Sixtus vs. Lobo“, in der sie leider nicht mehr über Gott und die Welt reden, da sie abgesetzt wurde.

Peter Glaser widmet sich in der Stuttgarter Zeitung seinem Blog “Glaserei“. Dazu ist er noch Blogger für Technology Review Online und Ehrenmitglied des Chaos Computer Clubs.

Ich bin gespannt auf die 90 minütige Diskussion, was denn nun genau für die Herren und Frau Prinzig das Web 2.0 ist, von dem so viel geredet wird.

Sollte noch jemand Interesse haben, mich begleiten zu wollen, kann er sich auf der Homepage anmelden. Die Podiumsdiskussion startet um 19 Uhr. Der Eintritt ist kostenlos, um eine Anmeldung wird aber gebeten. Wen es bis jetzt noch nicht überzeugt hat, im Anschluss gibt es noch ein paar Snacks und Getränke!