Sixtus und Glaser im Gespräch

20. Februar 2011 at 23:23

Es ist Freitagabend und die Handwekskammer Stuttgart lädt ein zur Podiumsdiskussion “Die Zukunft ist 2.0″.

Am Mittwoch habe ich zu der Veranstaltung schon einen “kleinen Vorgeschmack” geschrieben, aber um ehrlich zu sein, so vom Hocker gehauen hat mich die Diskussion dann doch nicht. Statt eine Antwort auf die Frage zu bekommen, ob die Zukunft wirklich 2.0 ist, wurde leider hauptsächlich erörtert, wie sich das Internet im Laufe der Zeit entwickelt hat und die Menschen immer mehr mit dem Computer vertraut wurden.

Bevor ich nun noch eine Zusammenfassung schreibe, weise ich lieber auf die von Pascal (@freilichthirn) hin. Sehr umfassend und jedes Detail aufgegriffen: openairbrain.wordpress.com

Pascal hat die Gespräche beurteilt, ich habe mir Gedanken über die Veranstaltung im Allgemeinen gemacht.

Ohne es nun böse zu meinen, das Publikum glich dem Mitgliederquerschnitt der Handwerkskammer. Den Altersdurchschnitt von gefühlt 67 Jahren konnten nicht einmal die 10 bis 15 jüngeren Zuhörer ausgleichen. Dennoch war die Veranstaltung gut besucht. Schätzungsweiße an die 250 Personen, die der oben genannten Frage nachgehen wollten.

Mario Sixtus (geboren 1965) und Peter Glaser (geboren 1957) sprachen beide anwesenden Generationen an. Die ältere wie auch die junge. Wobei wir jüngeren uns vermehrt auf die Twitterwall konzentrierten, mit einem Ohr aber noch am Gespräch beteiligt waren. Die Twitterwall ist ein Dienst im Internet, der alle Tweets mit einem bestimmten Hashtag auflistet. In unserem Falle war es #zufo. Twitterte ich nun etwas und wollte, dass es jeder Anwesende im Raum auf der Leinwand sehen konnte, fügte ich vor, zwischen oder nach meinem eigentlichen Text den Hashtag hinzu und der Tweet erschien binnen Sekunden groß und für alle lesbar. Hier ein Beispiel:

Natürlich konnten nicht nur die Gäste lesen, was wir so getwittert hatten, sondern auch alle, die den anwesenden Twitterern folgen. Wer jemandem folgt, abonniert sozusagen die Statusmeldungen der Person, der er folgt. Wenn man sich aber auf einer Veranstaltung mit so einer Twitterwall befindet, wissen die Follower manchmal nicht, was die Hashtags bedeuten, und twittern wirres Zeugs ebenfalls mit besagtem Hashtag und erscheinen somit auch auf der Twitterwall, obwohl sie gar nicht anwesend sind.

Nach der angeheizten Diskussionsrunde traf man sich im Foyer auf ein Bier und verschiedene belegte Sandwiches. Die Herren Sixtus und Glaser, wie auch Frau Prinzig antworteten gerne auf weitere Fragen. Aber auch wir vertraten unsere Sichtweise zum “neuen Internet”, diskutierten mit den anderen Gästen und erklärten Möglichkeiten, Gefahren und Entwicklungen im „neuen“, interaktiven Internet. Social Media Plattformen wie Facebook, Twitter und Co. sind schon lange kein neues Gebiet mehr für die Jugend. Ein Leben offline, kaum vorstellbar.

“Früher war nicht alles besser”, antwortete Sixtus auf der Bühne. Und meint damit, dass das Web 2.0 den Alltag vereinfacht, wenn man es in richtiger Art und Weise nutzt.

Doch eine Frage blieb meines Erachtens unbeantwortet: Ist die Zukunft wirklich 2.0?

Sind wir nicht alle ein bisschen 2.0?

16. Februar 2011 at 20:55

Diesen Freitag, am 18. Februar 2011, findet in der Handwerkskammer Stuttgart eine Podiumsdiskussion zum Thema “Die Zukunft ist 2.0” statt. Geladene Gäste sind Mario Sixtus (@sixtus) und Peter Glaser (@peterglaser). Durch das Programm leitet Frau Dr. Marlis Prinzig.

Ein, ich vermute, spannender Abend. Eingeleitet durch ein Gespräch mit Rainer Reichhold, der Kammerpräsident, will die Moderatorin wissen, was für die ihn und die zwei Journalisten der Begriff Web 2.0 bedeutet.

Mario Sixtus ist bekannt durch seine Arbeit als “Elektronischer Reporter” wie auch für seine Diskussionen mit Sascha Lobo in “Sixtus vs. Lobo“, in der sie leider nicht mehr über Gott und die Welt reden, da sie abgesetzt wurde.

Peter Glaser widmet sich in der Stuttgarter Zeitung seinem Blog “Glaserei“. Dazu ist er noch Blogger für Technology Review Online und Ehrenmitglied des Chaos Computer Clubs.

Ich bin gespannt auf die 90 minütige Diskussion, was denn nun genau für die Herren und Frau Prinzig das Web 2.0 ist, von dem so viel geredet wird.

Sollte noch jemand Interesse haben, mich begleiten zu wollen, kann er sich auf der Homepage anmelden. Die Podiumsdiskussion startet um 19 Uhr. Der Eintritt ist kostenlos, um eine Anmeldung wird aber gebeten. Wen es bis jetzt noch nicht überzeugt hat, im Anschluss gibt es noch ein paar Snacks und Getränke!